Hausbooturlaub - Masuren

Mieten Sie in den Masuren ein Hausboot! Masuren als das „Land der tausend Seen“ zu bezeichnen, ist eine glatte Untertreibung – schließlich gibt es hier zwischen 200 und 4000 von ihnen! So genau weiß das niemand, fest steht aber: Die Region im Nordosten Polens ist ein Paradies für Wassersportler aller Art – und natürlich auch für Hausbooturlauber.

Masuren Hausboot

Die Seen der Masuren sich durch zahlreiche Wasserwege verbunden

Die 1001 Seen der Masuren sind das polnische Wassersportmekka schlechthin. Viele der besten Segler, Eissegler und Windsurfer des Landes haben hier ihre Tricks und Kniffe gelernt, zum Beispiel der amtierende Eissegel-Weltmeister und Profisegler Karol Jablonski. Von seinen Engagements in der weiten Welt zieht es Jablonksi aber immer wieder zurück in seine heimat Masuren – zu recht, denn auf dem verzweigten Seen-Labyrinth mit seinen undurchdringlichen Wäldern, friedlich weidenden Wildpferdeherden und prächtigen Königsschlössern findet die Seele Ruhe.

Nicht alle masurischen Seen sind schiffbar, doch viele von ihnen sind untereinander durch Flüsse und Kanal zu einem facettenreichen Revier verwoben. Zwei Wochen lang auf den Masuren schippern, ohne den gleichen Ort anzulaufen? Kein Problem. Sie können anlegen wo Sie möchten, es sei denn, es ist etwas anderes ausgeschildert. Die meisten Ufer sind öffentliches Land, menschenleer und unbewohnt. Erleben Sie jeden Abend einen neuen Ankerplatz: ein einsamer Strand, Waldabschnitte, wilde Inseln oder geschäftige Restaurants – Sie entscheiden! Es gibt nur eine Einschränkung: Nach Einbruch der Dunkelheit ist navigieren untersagt und das Ankern mitten im See auch.

Eine Hausbootour in Masuren beginnt beispielsweise in Gízycko, der „Sommerhauptstadt“ Polens. Die 32.000 Einwohner zählende Stadt verwandelt sich in der warmen Jahreszeit in einen florierenden Urlaubsort. Der große Yachthafen, die lange Hauptstraße und ein Basar laden zum Bummeln ein. (N)ostalgiker finden ihr Glück auf dem kleinen Markt nicht weit von der Stadtmitte. Hier werden neben regionalem Obst und Gemüse auch Honig und Eingemachtes, aber auch das Bisongras verkauft, das man zum Veredeln von (selbst gebranntem) Wodkas braucht.

Sehenswürdigkeiten in Masuren

Oberländischer Kanal: Der Oberländische Kanal, im 19. Jahrhundert erbaut, verbindet mehrere Seen wie den Geserichsee und Städte in Ostpreußen von Iława (deutsch: Deutsch Eylau) über Ostróda (Osterode) bis Elbląg (Elbing) zum Frischen Haff. Besondere Attraktion sind die fünf Rollberge, auf denen die Schiffe zur Bewältigung des Höhenunterschieds von 99 Metern auf Schienenwagen über Land transportiert werden. Sie sind als Standseilbahnen ausgelegt, die von Wasserrädern angetrieben werden. Das Kanalsystem steht unter Denkmalschutz

Wilde Natur: Der Naturpark Masuren ist 55.000 Hektar groß und beherbergt in Europa selten gewordene Tiere. Südlich von Mikolajki liegt das zoologische Forschungszentrum der polnischen Wissenschaftsakademie. Seit 1955 werden hier auf einem alten Gutshof Biber, Wisente und robuste Pferde, sogenannte Koniks, gezüchtet und ausgewildert. Hauptattraktion ist das 1600 Hektar große Freigehege der Koniks, in dem zwei große Pferdeherden ein Leben in vollkommener Freiheit genießen.

Góra Czterech Wiatrów: Einer der schönsten Aussichtspunkte der Masurischen Seenplatte liegt auf der Halbinsel, die in den Jezioro Czos, den Schoß-See, hineinragt. Vom höchsten Punkt aus hat man einen Panoramablick in alle Himmelsrichtungen.

Schmalspurbahn: Mit einer schnaubenden kleinen Dampflok zuckeln Sie gemächlich durch die sanfte Wald- und Wiesenlandschafz. Auf der 1910-17 gebauten Strecke (75 cm Spurweite) erreicht man innerhalb von einer Stunde Zawady (Sawaden) im Südosten von Ełk oder in zwei Stunden Turowo (Thurowen) im Nordwesten. Das 1918 erbaute Betriebswerk des Bahnhofs Ełk ist heute ein Freilichtmuseum, in dem vier alte Dampflokomotiven zu sehen sind.