AGBs von Bootsreisen Ventelou und Veranstalter Locaboat

AGB von Bootsreisen Ventelou

Vorbemerkung
Bootsreisen Ventelou (BV) tritt nicht als Reiseveranstalter auf, sondern als
Vermittler für den Hausbootbesitzer in der BRD unter dem Namen wie oben
genannt und haftet daher nicht für die Erfüllung der Verpflichtung der
Vermieter. Mit der Buchung erkennt der Mieter die Bedingungen und die
mitreisenden Personen an.

weiterlesen...
1. Reservierung, Vertragsabschluss, Bezahlung
Die Reservierung kommt mit Unterschrift des Chartervertrages zustande, eine Anzahlung des
Mietpreises von 35 – 50% innerhalb von acht Tagen. Der Restbetrag ist ohne weitere
Aufforderung sechs Wochen vor Mietbeginn an uns fällig. Nach Restzahlung werden Ihnen die
Reiseunterlagen zugesendet. Bei nicht fristgerechtem Eingang der Restzahlung bei BV ist der
Vermieter berechtigt, die Übergabe des Bootes durch den Mieter zu verweigern.
2. Rücktritt des Vermieters
BV kann im Namen des Vermieters in Sonderfällen (wie z.B.: Hochwasser, Wassermangel,
Sicherheitsmaßnahmen der Wasserbehörden, etc.) eine Buchung annulieren. BV wird in
solchen Fällen ihr Bestes tun, ein anderes Boot der gleichen Kategorien in einer anderen Basis
oder ein anderes Abfahrtsdatum anbieten, um seine Kundschaft zufrieden zu stellen
3. Stornierung des Mieters
Die Stornobedingungen der Veranstalter werden übernommen.
Siehe bitte Kapitel Stornobedingungen unter den AGB´s des Veranstalters.
Von Seiten Bootsreisen Ventelou fällt eine Bearbeitungsgebühr in Höhe von 50,00 Euro an.
4. Kaution
Eine Kaution von 550 Euro (bis 3750 Euro für die größeren Boote) und eine
Reinigungskaution in Höhe von 84 Euro (bis 400 Euro für die größeren Boote) in bar oder
per Kreditkarte wird von dem Vermieter am Tag der Einschiffung verlangt. Diese wird bei Rückkehr
unter folgendem Vorbehalt zurück bezahlt: Das Schiff und dessen Ausstattung müssen
vollständig und unbeschädigt zur vereinbarten Zeit am entsprechenden Ort zurückgegeben
werden. Diese Kaution entspricht der Beteiligung der Versicherung und deckt die
Verantwortung des Mieters gegenüber Dritten für Schäden, die durch das Schiff, aber nicht
durch die Besatzung entstanden sind.

5. Unfall, Pannen
Der Mieter ist verpflichtet, bei Schäden oder Unfall sich sofort bei dem Vermieter tel. zu
melden. Der Mieter soll im Falle eines Unfalls mit Dritten, sich weder schuldig erklären, noch
das Boot reparieren lassen ohne Einverständnis des Vermieters. Wenn der Mieter einen Unfall
hat und dadurch seine Fahrt nicht fortsetzen kann, kann der Mieter keine Entschädigung
verlangen.
Im Falle von Pannen wird der Vermieter nach telefonischer Meldung sein Bestes tun, um das
Notwendige zu erledigen. Der durch die Pannen entstehende Zeitverlust bringet keine
Verlängerung der Mietzeit und Preisminderung. Keine Reklamation kann gegen BV bei
Auflaufen des Bootes, Motor- und Einrichtungspannen geltend gemacht werden. Wenn ein
Unfall durch grobe Fahrlässigkeit des Mieters (z.B. Trunkenheit, Nichteinhalten der
Schifffahrtsregeln) verursacht wird, darf der Vermieter gegen den Mieter klagen oder
sämtliche verursachten Kosten für Reparaturen vom Mieter verlangen.
6. Einschiffung
Die Einschiffung erfolgt nach dem vereinbarten Datum, nach Erledigung sämtlicher
Formalitäten, Kontrolle über den Zustand des Bootes und Materials anhand der Inventarliste.
Der Mieter darf das Boot nach einer theoretischen und praktischen Anleitung übernehmen.
7. Bootsfahrt
Der Mieter soll den Informationen des Schifffahrtsamtes folgen. Nachtschifffahrten sind
grundsätzlich verboten. Der Mieter wird keine Entschädigung verlangen können, wenn er
einen Unfall durch Fahrlässigkeit verursacht oder wenn er den Informationen nicht folgen
würde.
Die Geschwindigkeit in den Häfen ist auf 6 km/h begrenzt, sonst auf 10 km/h. Aus
Sicherheitsgründen darf der Vermieter bestimmte Schifffahrtswege verbieten und seine Basis
wechseln. Der Vermieter kann für Unterbrechungen, die von ihm unabhängig sind, nicht
verantwortlich sein.
8. Ausschiffung
Das Boot und sein Material muss an der im Vertrag festgelegten Basis, Datum, Uhrzeit, sowie
im unversehrtem und sauberen Zustand zurückgegeben werden. Der Mieter soll eine
Zeitspanne einräumen, um alle Verspätungen zu vermeiden. Der Vermieter behält sich das
Recht vor, eine Entschädigung durch die Kaution zu verlangen, die durch Verspätungen
entstehen.
9. Änderung des Abfahrtsortes oder der Fahrtrichtung
Bei einer Schließung des Kanals, bei Hochwasser, Wassermangel oder Reparaturen an
Schleusen kann die Einschiffung von einer anderen Stelle aus vorgenommen werden. Es
können dadurch auch Beschränkungen in der Routenauswahl entstehen. Der Vermieter behält
sich ferner das Recht vor, die Reiserichtung zu ändern, eine Einwegfahrt in Hin- und
Rückfahrt zu verlangen oder umgekehrt, ohne das dies zum Rücktritt des Mieters vom
Mietvertrag führt. Lediglich evtl. geleistete Zuschläge für die Einwegfahrt werden zurückerstattet.
Kann der Vermieter durch unvorhersehbare Fälle oder höhere Gewalt wie Naturkatastrophen,
Krieg, Bürgerkrieg etc, das gemietete Boot nicht zur Verfügung stellen, wird er sein Bestes
tun, dem Mieter ein Boot gleichen Komforts und gleicher Aufnahmekapazität zu vermitteln.
Sollte dies nicht möglich sein, ist der Vermieter unter Rückzahlung der vom Mieter
geleisteten Zahlungen zum Rücktritt berechtigt. Darüber hinausgehende Entschädigungen
werden nicht geleistet. Bei einer Einwegfahrt oder Hin- und Rückfahrt, die bei der Buchung
akzeptiert wurde, kann die entgültige Strecke erst bei Unterlagenversand bestätigt werden.
10. Haustiere
Haustiere an Bord sind willkommen. Der Mieter muss jedoch sämtliches für das Tier
benötigte Material selbst mitbringen und darf in keinem Fall Bettwäsche, Decken und
Geschirr des Vermieten für das Tier verwenden. Des weiteren ist bei der Rückgabe des
Bootes auf sorgfältige Entfernung der Tierhaare und eventuell anderer Verschmutzung zu
achten.
11. Haftung
BV haftet im Rahmen der Sorgfaltspflicht eines ordentlichen Kaufmanns für die
gewissenhafte Buchung der Reise. Alle Ansprüche wegen nicht vertragsgemäßer Erbringung
der Leistung sind binnen Monatsfrist dem Bootsvermieter gegenüber geltend zu machen. Wir
nehmen Ihre Beanstandungen lediglich für den Vermieter entgegen. Regeressansprüche
richten sich ausschließlich gegen den Vermieter, der für Schadensersatzansprüche legitimiert
ist. Die Beschreibung in unseren Unterlagen sind nach bestem Wissen zusammengestellt und
entsprechen dem Zeitpunkt der Drucklegung. Die Berichtigung von Fehlern und Irrtümern,
sowie jederzeitige Preisänderung ohne vorherige Ankündigung bleibt vorbehalten.
Gerichtsstand: Oberhausen, Rheinland.
Stand: 25.04.2014

 

AGB der Veranstalter Locaboat

ALLGEMEINE REISEBEDINGUNGEN
Diese Reisebedingungen regeln die Rechtsbeziehungen zwischen Ihnen und uns,
Locaboat Plaisance GmbH, Ludwigstr. 1, 79104 Freiburg
(LP). Die Allgemeinen Geschäftsbedingungen sind auf der
Grundlage der Empfehlung des Deutschen Reiseveranstalterverbandes erstellt worden; die
Geschäftsbedingungen für Bootsreisen sind speziell für unsere Reisen erstellt und gehen den
Allgemeinen Geschäftsbedingungen ggf. vor. Diese Reisebedingungen werden von Ihnen bei der
Buchung anerkannt. Bitte lesen Sie unseren Katalog und den folgenden Text sorgfältig durch.
weiterlesen...
A: ALLGEMEINE GESCHÄFTSBEDINGUNGEN
1. Abschluss des Reisevertrages und Bezahlung
Mit der Anmeldung (Buchung) bietet der Kunde LP den Abschluss eines Reisevertrages verbindlich
an. Die Anmeldung kann schriftlich, mündlich, fernmündlich oder in elektronischer Form vorgenommen
werden. Sie erfolgt durch den Kunden auch für alle in der Anmeldung mit aufgeführten Reisenden. Der
Vertrag kommt bei Annahme von LP zustande. Die Annahme bedarf keiner bestimmten Form, erfolgt
jedoch in der Regel durch Übersendung der Reisebestätigung/Rechnung. Gleichzeitig wird dem
Kunden ein Sicherungsschein übergeben. Weicht der Inhalt der Reisebestätigung vom Inhalt der
Anmeldung ab, so liegt ein neues Angebot von LP vor, an das LP für die Dauer von einer Woche
gebunden ist. Der Vertrag kommt auf der Grundlage dieses neuen Angebots zustande, wenn der
Kunde innerhalb der Bindungsfrist dem Reiseveranstalter die Annahme erklärt, was auch durch eine
Zahlung erfolgen kann.
2-Mit Vertragsschluss ist eine Anzahlung von 35% des Reisepreises zu zahlen. Die Restzahlung muss
bei LP spätestens vier Wochen vor Reisebeginn eingegangen
sein. Bei nicht fristgemäßem Eingang der Restzahlung ist LP berechtigt, die Übernahme des Bootes durch den Kunden zu verweigern.
3- Bei einer Reise mit mehreren Booten kommt je Boot
-auch bei gleichzeitiger Anmeldung und bei Anmeldung einer Reisegruppe
-ein gesonderter Reisevertrag zustande, es sei denn, es wird
ausdrücklich eine andere Vereinbarung getroffen. Leistungsstörungen eines Reisevertrages haben
daher keinen Einfluss auf weitere Reiseverträge.
Erstellt und überprüft im Juni 2016
2. Leistungen, Reiseversicherungen
1-Der Umfang der vertraglichen Leistungen ergibt sich aus der Leistungsbeschreibung im Prospekt
sowie aus den hierauf Bezug nehmenden Angaben in der Reisebestätigung. Die in dem Prospekt
enthaltenen Angaben sind für LP verbindlich. LP behält sich jedoch vor, vor Vertra
gsschluss eine
Änderung der Prospektangaben zu erklären, über die der Kunde vor Buchung selbstverständlich
informiert wird. Nebenabreden, die den Umfang der vertraglichen Leistungen verändern, bedürfen
einer ausdrücklichen Bestätigung.
2-LP behält sich vor, die ausgeschriebenen und mit der Reisebestätigung vereinbarten Preise im Falle
der Erhöhung der Entgelte für bestimmte Fremdleistungen (z.B. Hafengebühren) oder gesetzliche
Umsatzsteuer etc. entsprechend der Erhöhung an den Kunden weiterzugeben, jedoch
mit derEinschränkung, dass zwischen der Erhöhung und dem Abreisetermin mehr als 20 Tage liegen.
3-Persönliche Gegenstände des Kunden und der sonstigen Reisenden sind nicht versichert. Dem
Kunden wird in diesem Zusammenhang im eigenen Interesse der Abschluss einer Reiseunfall-
und Reisegepäckversicherung empfohlen.
3. Rücktritt durch den Kunden, Umbuchung, Ersatzpersonen
1-Der Kunde kann jederzeit vor Reisebeginn zurücktreten. Maßgeblich ist der Zugang der
Rücktrittserklärung beim Reiseveranstalter. Dem
Kunden wird empfohlen, den Rücktritt schriftlich zu
erklären. Tritt der Kunde vom Reisevertrag zurück oder tritt er die Reise nicht an, so kann der
Reiseveranstalter Ersatz für die getroffenen Reisevorkehrungen, seine Aufwendungen und seinen
Gewinnverlust
verlangen. Bei der Berechnung des Ersatzes sind gewöhnlich ersparte Aufwendungen
und gewöhnlich mögliche anderweitige Verwendungen der Reiseleistungen zu berücksichtigen. Der
Reiseveranstalter kann diesen Ersatzanspruch unter Berücksichtigung der nachstehe
nden Gliederung nach der Nähe des Zeitpunktes des Rücktritts zum vertraglich vereinbarten Reisebeginn in einem
prozentualen Verhältnis zum Reisepreis pauschalieren:
Rücktrittserklärung mehr als 49 Tage vor Reisebeginn = 35 % / zw. 49-39 Tage : 40 % / 38-36 Tage= 50% / 35–22 Tage: 60 % /
21–15 Tage: 70 % /14–2 Tage: 80 % /1 Tag: 90 % / Rücktritt am Tag der Abfahrt (no show): 100 % abz. der ersparten Aufwendungen.
2-Dem Kunden bleibt ausdrücklich den Nachweis gestattet, dass LP überhaupt kein Schaden oder ein
wesentlich niedrigerer Schaden als die Pauschale entstanden sei. LP empfiehlt dringend den
Abschluss einer Reiserücktrittversicherung (RRV).
3-Bis zum Reisebeginn kann der Kunde verlangen, dass statt seiner eine andere Person in die Rechte
und Pflichten aus dem Reisevertrag eintritt, sich bei der Durchführung der Reise durch einen Dritten
ersetzen lassen. Hierdurch entstehende tatsächliche Mehrkosten gehen zu Lasten des Kunden. LP
kann dem Eintritt der anderen Person widersprechen, wenn
die andere Person den besonderen
Reiseerfordernissen nicht genügt oder gesetzliche Vorschriften oder behördliche Anordnungen
entgegenstehen. Tritt eine andere Person in den Vertrag ein, so haftet sie und der Kunde als
Gesamtschuldner für den Reisepreis und die entstandenen Mehrkosten.
4-In dem Fall, dass eine Umbuchung seitens LP genehmigt wird, fällt eine Umbuchungsgebühr von 50€ an.
5-Wird die Reise infolge von bei Vertragsschluss nicht voraussehbarer höherer Gewalt erheblich
erschwert, gefährdet oder beeinträchtigt, so können sowohl LP als auch der Kunde den Vertrag
kündigen. Wird der Vertrag in einem solchen Fall gekündigt, so kann LP für die bereits erbrachten oder
zur Beendigung der Reise noch zu erbringenden Reiseleistungen eine angemessene Entschädigung
fordern.
4. Rücktritt und Kündigung durch LP
LP kann ohne Einhaltung einer Frist vor Antritt der Reise vom Reisevertrag zurücktreten oder nach
Antritt der Reise den Reisevertrag kündigen, wenn der Kunde oder Mitreisende die Durchführung der
Reise ungeachtet einer Abmahnung des Liegeplatzes nachhaltig stören oder wenn sich in solchem
Maß vertragswidrig verhalten, dass die sofortige Aufhebung des Vertrages gerechtfertigt ist. In diesem
Fall behält LP den Anspruch auf den Reisepreis.
5. Haftung LP
LP haftet im Rahmen der Sorgfaltspflicht eines ordentlichen Kaufmanns für die gewissenhafte
Reisevorbereitung, die sorgfältige Auswahl und Überwachung der Leistungsträger, die Richtigkeit der
Leistungsbeschreibungen sowie die ordnungsgemäße Erbringung der ve
rtraglich vereinbarten Reiseleistungen, soweit LP nicht gemäß Nr. 2.1 eine Änderung der Prospektangaben erklärt hat. LP
haftet auch für ein Verschulden der mit der Leistungserbringung betrauten Personen.
6. Beschränkung der Haftung
1-Die vertragliche Haftung für Schäden, die nicht Körperschäden sind, ist auf den dreifachen
Reisepreis beschränkt, soweit ein Schaden des Reisenden weder vorsätzlich noch grob fahrlässig
durch LP herbeigeführt wird oder soweit LP für einen dem Reisenden entstehenden Schaden allein
wegen eines Verschuldens eines Leistungsträgers verantwortlich ist.
2-Für alle gegen LP gerichteten Schadensersatzansprüche aus unerlaubter Handlung, die nicht auf
Vorsatz oder grober Fahrlässigkeit beruhen, ist die Haftung für Sachschäden auf die Höhe des
dreifachen Reisepreises beschränkt. Diese Haftungshöchstsummen gelten jeweils je Reisenden und
Reise.
3-LP haftet nicht für Leistungsstörungen im Zusammenhang mit Leistungen, die als Fremdleistungen
lediglich vermittelt werden und die in der Reiseausschreibung ausdrücklich als Fremdleistungen
gekennzeichnet werden.
4-Der Kunde ist verpflichtet, bei aufgetretenen Leistungsstörungen im Rahmen der gesetzlichen
Bestimmungen mitzuwirken, eventuelle Schäden zu vermeiden oder gering zu halten. Der Kunde ist
insbesondere verpflichtet, seine Beanstandungen unverzüglich dem zuständigen Liegeplatz zur
Kenntnis zu geben. Dieser ist beauftragt, für Abhilfe zu sorgen, sofern dies möglich ist. Unterlässt es
der Kunde schuldhaft, einen Mangel anzuzeigen, so tritt ein Anspruch auf Minderung nicht ein.
7. Ausschluss von Ansprüchen und Verjährung
Ansprüche wegen nicht vertragsgemäßer Erbringung der Reise hat der Kunde innerhalb eines Monats
nach vertraglich vorgesehener Beendigung der Reise gegenüber LP geltend zu machen. Ansprüche
des Kunden nach den §§ 651c-651f BGB verjähren in einem Jahr ab dem Tag, an welchem die Reise
nach dem Vertrag enden sollte. Werden zwischen dem Kunden und LP Verhandlungen über die
Ansprüche geführt, so ist die Verjährung gehemmt, bis der Kunde oder LP die Fortsetzung der
Verhandlungen verweigert. Die Verjährung tritt frühestens 3 Monate nach dem Ende der Hemmung
ein.
8. Unwirksamkeit einzelner Bestimmungen
Sollte eine der vorstehenden Bestimmungen unwirksam sein oder werden, behalten die
übrigenBedingungen gleichwohl Gültigkeit und die Wirksamkeit des Reisevertrages bleibt unberührt.
B: GESCHÄFTSBEDINGUNGEN FÜR BOOTSREISEN
1. Eignung
Der Kapitän an Bord (Kunde) muss volljährig sein und trägt die Verantwortung für die ihm anvertrauten
Geräte. Er muss bei der Einschiffung seinen Personalausweis vorlegen. LP behält sich das Recht vor,
falls der Kunde nicht in der Lage ist, die Verantwortung zu tragen, ihn zu zwingen, im Liegehafen zu
bleiben oder das Fahrtrevier zu begrenzen.
2. Kaution,
Selbstbeteiligung
Bei der Übernahme des Bootes ist eine Kaution von 1500-2000 €zu leisten. Die Kaution wird am Ende
der Bootsreise zurückerstattet, wenn das Boot wohlbehalten zum vereinbarten Zeitpunkt und am
vereinbarten Ort zurückgebracht wird. Der Kunde haftet bis zur Höhe der Kaution für Schäden an Boot
und Ausrüstung, für Unfälle und Nebenkosten. An dem Abfahrtsliegehafen besteht die Möglichkeit, sich
gegen die Zahlung einer Pauschale von der Selbstbeteiligung zu befreien. Über die Kaution hinaus
haftet der Kunde in Fällen grober Fahrlässigkeit und Vorsatz (siehe § 8).
3. Übernahme des Bootes
Das Boot steht dem Kunden zur Verfügung, wenn er die notwendigen Formalitäten erledigt, den
Zustand des Bootes und die Inventarliste überprüft und die theoretis
che Einweisung in Schifffahrt und Handhabung des Bootes verfolgt hat. Die Einschiffung findet nachmittags zwischen 15.00 Uhr und
18.00 Uhr statt. Der Kunde kann die Übernahme des Bootes verweigern, wenn es nicht dem
gemieteten Bootstyp entspricht, wenn die für die Bootsfahrt notwendige Ausstattung nicht
funktionstüchtig ist oder wenn die Sauberkeit und Ordnung an Bord nicht der Branchenüblichen
entspricht. Die Einschiffung kann bei Schleusenreparaturen, Hochwasser oder anderen
unvorhersehbaren Umständen, die eine Einschiffung am vorgesehenen Ort unmöglich machen, an
einem anderen Liegeplatz stattfinden.
4. Änderungen von Abfahrtsort, Fahrteinschränkungen
1-Bei einer Schließung des Kanals, bei Hochwasser, Wassermangel, Uferbefestigungsarbeiten,
Schleusenreparaturen, Streik der Schleusenwärter, etc. kann die Einschiffung von einer anderen Stelle
aus vorgenommen oder die Fahrmöglichkeit beschränkt werden. LP ist für diese Änderungen oder
Einschränkungen nicht verantwortlich. Sie berechtigen den Kunden nicht zum Rücktritt vom
Reisevertrag.
2-Bei Einwegfahrten garantiert LP den Abfahrtsort 3 Tage vor Bootsabfahrt.
3-Kann LP durch unvorhersehbare Fälle oder höhere Gewalt wie Streik, Naturkatastrophen, Krieg,
Bürgerkrieg, etc. das Boot nicht zur Verfügung stellen, wird LP ihr Bestes tun, dem Kunden ein Boot
gleichen Komforts und gleicher Aufnahmekapazität zu vermitteln. Sollte dies nicht möglich sein, ist LP
zum Rücktritt berechtigt.
5. Einwegfahrten
Selbst wenn LP eine Einwegfahrt bereits akzeptiert hat, ist diese Dienstleistung niemals garantiert, da
LP gezwungen sein kann, infolge von unvorhersehbaren Fällen oder höherer Gewalt (z.B. Storno des
vorherigen oder nachfolgenden Kunden) die Reiserichtung zu ändern oder eine Hin-und Rückfahrt zu
verlangen, ohne dass dies zum Rücktritt des Kunden vom Reisevertrag führen darf. Lediglich eventuell
geleistete Zuschläge für die Einwegfahrt werden zurückerstattet. Es ist unbedingt notwendig, dass der
Kunde sich 3 Tage vor der Abfahrt die Einwegfahrt telefonisch von LP bestätigen lässt.
6. Unbenutzbarkeit der Wasserwege
Im Falle von Hochwasser, Niedrigwasser, Einschränkung des Fahrtsektors (wegen Überflutung oder
Trockenheit), sonstigen Schäden der Wasserwege oder anderen Umständen, die eine Schifffahrt
unmöglich oder schwierig machen, kann LP in strikter Proportion zu den Einschränkungen, die durch
die vorliegenden Vorkommnisse entstehen, Ort und Abfahrtsdaten der Bootsfahrt verändern. Wenn die
Vorkommnisse eine Bootsfahrt unmöglich machen, kann der vom Kunden gezahlte
Reisepreis auf einen anderen Reisezeitpunkt, je nach Verfügbarkeit des Reiseveranstalters, übertragen werden.
7. Havarien und Unfälle, Versicherungen
1-Im Reisepreis ist eine Vollkaskoversicherung für das Boot sowie eine Haftpflichtversicherung für
Schäden, die der Kunde oder Mitreisende mit dem Boot bei Dritten verursacht, eingeschlossen. Der
Kunde haftet jedoch mit einer Selbstbeteiligung in Höhe der Kaution für alle Ansprüche aus dem
Versicherungsfall.
2-Im Falle von Havarien oder Unfällen hat der Kunde unverzüglich den Liegeplatz zu benachrichtigen
und Weisungen für das weitere Verhalten abzuwarten. Ohne vorherige Zustimmung des Liegeplatzes
darf der Kunde bei einem Unfall weder seine Haftung gegenüber Dritten anerkennen noch das Schiff
reparieren oder sonstige Kosten veranlassen. Eine Havarie oder ein Unfall berechtigen weder zu einer
Minderung des Reisepreises noch zu Schadenersatz.
8. Haftung über die Kaution hinaus
Im Fall grober Fahrlässigkeit wie z. B. Trunkenheit am Ruder, Fahren außerhalb
der Fahrrinne, bei Dunkelheit oder unzureichender Sicht, Überfahrt von großen Seen oder anderen Gewässern bei mehr
als drei Beaufort Windstärke, Überbelegung des Bootes, Nichteinhaltung von Sicherheitsbestimmungen und Schifffahrtsregeln etc. oder bei
Vorsatz kann der Kunde für den Gesamtschaden haftbar gemacht werden.
9. Unterbrechung der Fahrt und Pannen
1-Fahrtunterbrechungen oder Pannen berechtigen nicht zur Minderung des Reisepreises oder zu
Schadenersatz, es sei denn, sie beruhen auf grober Fahrlässigkeit des Liegeplatzes. Der Liegeplatz
unterhält einen Reparaturdienst, der täglich erreichbar ist und sämtliche Schäden an Boot und Motor
schnellstmöglich und fachmännisch beseitigt.
2-Wird die Reise nicht vertragsmäßig erbracht, so kann der Kunde Abhil
fe verlangen. Der Liegeplatz kann die Abhilfe verweigern, wenn sie einen unverhältnismäßigen Aufwand erfordert. Er kann auch in
der Weise Abhilfe schaffen, dass er eine gleichwertige Ersatzleistung erbringt. Diese Abhilfe kann auch
durch telefonische Beratung erfolgen.
3-Wenn die Dauer des Festliegens infolge einer vom Kunden nicht verschuldeten Panne länger als 24
Stunden ist, erstattet LP dem Kunden den anteiligen Reisepreis, den dieser für die nicht genutzte Zeit
gezahlt hat. Die Dauer des Festliegens wird von dem Moment an gerechnet, in dem der Kunde den
Liegeplatz von der Panne benachrichtigt hat. Der Kunde enthält sich jeglicher Initiative, die nicht durch
Notwendigkeit oder drängende Eile berechtigt ist.
4-Wird eine Reise infolge eines Mangels erheblich beeinträchtigt und leistet der Liegeplatz innerhalb
einer angemessenen Frist keine Abhilfe, so kann der Kunde im Rahmen der gesetzlichen
Bestimmungen den Reisevertrag kündigen. Dasselbe gilt, wenn dem Kunden die Reise infolge eines
Mangels aus wichtigem, dem Liegeplatz erkennbaren Grund nicht zuzumuten ist. Der Bestimmung
einer Frist für die Abhilfe bedarf es nur dann nicht, wenn Abhilfe unmöglich ist oder vom Liegeplatz
verweigert wird. Der Kunde schuldet LP den auf die in Anspruch genommenen Leistung
en entfallenden Teil des Reisepreises, sofern diese Leistungen für ihn von Interesse waren.
Wenn festgestellt wird, dass der Schaden vom Kunden oder einer mitreisenden Person schuldhaft
verursacht wurde, kann dieser keinerlei Entschädigung verlangen. Der Kunde ist schadenersatzpflichtig.
10. Vorschriften für die Bootsfahrt
Der Kunde hat nicht nur die Vorschriften der Binnenschifffahrt zu beachten, sondern auch die vom
Liegeplatz und den Navigationsbehörden erlassenen Anweisungen. Es ist untersagt, bei
Dunkelheit zufahren, Boote ins Schlepptau zu nehmen, das Boot zu vermieten oder zu verleihen.
11. Benutzung des Bootes
Der Kunde ist verpflichtet, das Boot mit größtmöglicher Sorgfalt zu benutzen. Er haftet LP gegenüber
nicht nur für Schäden am Boot und
seinen Einrichtungen, sondern auch für den Verlust derselben. Den
aus einem dieser Fälle entstandenen Schaden kann LP bzw. der Liegeplatz dem Kunden gegenüber
geltend machen. Für Verlust oder Schäden an persönlichen Gegenständen des Kunden und der
Mitreisenden ist jegliche Haftung von LP oder des Liegeplatzes ausgeschlossen, außer falls der Verlust
oder Schaden vom Liegeplatz grob fahrlässig verursacht wurde.
12. Rückgabe des Bootes
Der Kunde hat das Boot und seine Einrichtungen in unversehrtem und sauberen Zustand pünktlich an
dem vereinbarten Rückgabeort zu übergeben. Die Rückgabe erfolgt morgens zwischen 8.00 und 9.00
Uhr. Bei der Rückgabe nimmt der Liegeplatz eine Überprüfung des Bootes und seiner Einrichtungen
vor. Der Kunde verpflichtet sich, dem Liegeplatz jegliche fehlende, zerbrochene oder gestohlene
Ausrüstungsgegenstände anzuzeigen. Der Liegeplatz ist berechtigt, jeden festgestellten Schaden oder
Verlust von der Kaution abzuziehen. Wird das Boot nicht pünktlich geräumt und zurückgegeben, haftet
der Kunde für den Schaden, der dem Liegeplatz und LP durch die Verzögerung entsteht.